Der Museumsvereinsvorstand der "ersten Stunde" leistete Unglaubliches.
Trotz größter materieller Not konnten aus privaten und städtischen Mitteln
seit 1946 Kunstwerke für die neue Museumssammlung erworben werden. Die
Sammeltätigkeit war von so entscheidender Bedeutung, daß im Januar 1953
satzungsmäßig der Kunstbesitz des Museumsvereins festgeschrieben wurde:
Kunstwerke und Gegenstände, die der Museumsverein erwirbt, bleiben von nun
an Eigentum des Vereins. Sie werden dem Leopold-Hoesch-Museum als Leihgabe
zur Verfügung gestellt.
Alexej von Jawlensky –
Mädchen mit roter Schleife,
1910
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Ernst Ludwig Kirchner –
Das Tobel,
um 1920
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Otto Mueller
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Der Museumsverein, als dessen geborener Geschäfts- und Schriftführer
der jeweilige Museumsdirektor fungiert, baute nach 1946 zunächst eine
Sammlung der deutschen Klassischen Moderne, hauptsächlich mit Werken der
Expressionisten, auf. Im Laufe der Jahre und Jahrzehnte erweiterte sich
die Sammlung auch auf die Moderne und die zeitgenössische Kunst.

Adolf Erbslöh –
Desenberg V, 1920

Walter Dexel –
Portrait J.K.
(Julius Klinger), 1932

Jiri Kolar – Junges
Mädchen, 1972
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(...) Ganz besondere Verdienste haben sich (...) die vielen
Förderer und Stifter, die privaten, gewerblichen und industriellen
Spender erworben. Ohne deren Engagement, ohne deren Liebe und
Zuneigung zum Museum ihrer Heimatstadt hätte diese qualitätvolle
Sammlung nicht aufgebaut werden können. Spenden, Stiftungen,
Schenkungen sind die selbstlose Hingabe eigenen Besitzes im Interesse
von Erhaltung und Verbreitung von Kultur. Gerade im letzten Jahrzehnt
sind dem Museumsverein für die Präsentation im Leopold-Hoesch-Museum
viele Geschenke gemacht worden. Nennen möchten wir an dieser Stelle
nur die umfangreiche Sammlung moderner Kunst von Dr. Rolf Renker und
die vielen Geschenke von Carola Peill.
Epochal sind die beiden Stiftungen, die dem Museumsverein in den
letzten Jahren angeschlossen wurden. 1986 gründete Carola Peill die
"Günther Peill Stiftung" mit einem Grundvermögen von 2 Millionen DM
zur Förderung junger Kunst, deren hauptsächliche Aufgabe es ist,
Förderstipendien, die zu den bestdotierten in Deutschland gehören, an
junge bildende Künstler zu vergeben. 1990 wurde auf Wunsch von Louise
Zilcken die "Josef Zilcken Stiftung" mit einem Grundvermögen von 1,5
Millionen DM gegründet. Sie hat sich zur Aufgabe gestellt, eine
Sammlung der Kunst des 19. Jahrhunderts zur Präsentation im
Leopold-Hoesch-Museum aufzubauen. (...)
Unser Dank geht an alle Spender, vor allem auch an solche, die zwar
nur ein kleines Kunstwerk schenkten, für die aber dieses eine
Kunstwerk eine große Gabe bedeutet. Bei der Erweiterung einer
Kunstsammlung des Museumsvereins für das Leopold-Hoesch-Museum
mitzuhelfen, ist der Grundtenor aller Spender gewesen. Sie alle
verbindet Liebe zur Kunst, ein tief verwurzeltes
Verantwortungsbewußtsein für das bedeutende Leopold-Hoesch-Museum
ihrer Heimatstadt Düren und für das kulturelle Allgemeinwohl. (...)
ECKHARD CREUTZ Vorsitzender
DR. DOROTHEA EIMERT Geschäfts-/Schriftführerin |
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